Stadtspaziergang.
In einer Gasse, in der sich zwei Niederlassungen von „Cofradías” (Bruderschaften) befinden, die die Umzüge organisieren und durchführen, spreche ich einen Mann an, der gerade in Begleitung seiner beiden Söhne mit einem Kerzenständer in der Hand aus einer Tür tritt. Meine Frage, wie viele Cofradías es in Cádiz gibt, kann er nicht beantworten, aber er kramt mir aus seinem Rucksack ein Programm aller Umzüge. Sein Sohn meint, dass es etwa dreißig seien.
In der alten Kathedrale sind zahlreiche „Pasos” mit den jeweiligen Figuren „geparkt”, eine wird gerade mit Blumen geschmückt, wahrscheinlich bekommt sie am Abend Auslauf. Eine Dame erklärt ihrem – vermutlich – Enkel einzelne Figuren.
Bummel durch die Markthalle. Bei einem Stand bedauert Alois, dass er leider keine Möglichkeit hat, die Fische zuzubereiten, woraufhin ihm der Besitzer ein Restaurant gleich in der Gasse hinter dem Markt nennt. Wir gehen hin in der Erwartung, dort guten Fisch zu bekommen, und sind vom Angebot enttäuscht, bleiben aber, da wir ohnehin auch nichts anderes kennen. Als wir Gäste sehen, die mit Fischen vom Markt ins Restaurant gehen, verstehen wir: hier wird mitgebrachte Rohware gegen eine Aufwandsentschädigung verkocht.
Schöner Blick auf eine fast orientalisch anmutende Dachlandschaft von der Terrasse der Torre de Tavira.
Mittwoch, 16. April
Wir fahren mit den Fahrrädern etwa eine halbe Stunde an den Stadtrand von Cádiz, wo sich der Autoverleiher befindet, bei dem wir einen kleinen Transporter gemietet haben. Nach dem alle Formalitäten erledigt sind, verladen wir die Räder und ab geht es, rund 650 Kilometer, zurück nach Madrid. Zuerst fahren wir zu „Bravo Bikes” um die Räder zu retournieren, dann zur Fahrzeugrückgabe nahe dem Bahnhof Atocha, bevor wir wieder im Motel One einchecken. Zum Abendessen gehen wir nochmals ins nahegelegene Restaurant „La Charca”.
Donnerstag, 17. April
Nach dem Frühstück bleibt noch Zeit, um zum „Corte Inglés” zu spazieren und dort in der Feinkostabteilung ess- und trinkbare Souvenirs zu besorgen, bevor wir mit der Metro zum Flughafen aufbrechen.