Wir frühstücken schon um 7:00 Uhr, um das prognostizierte Regenfenster am Vormittag auszunutzen. Zumindest haben wir heute nur eine kurze Etappe mit wenig Höhenmetern vor uns.

Die Abreise aus Córdoba ist angenehmer als die Ankunft, da wir am Weg aus der Stadt viele Radwege finden. Nach etwa 18 km, schon auf freier Wildbahn, also auf einer recht verkehrsreichen Straße, erwischt uns der Regen doch. Wir ziehen Regenjacken und Überschuhe an, aber nach einer halben Stunde ist alles wieder vorbei und schon vor Posadas lässt sich die Sonne blicken, das erste Mal an diesem Tag.

Wir halten im Ort bei einer Bar. Sowohl davor als auch danach sind die Menschen, mit denen wir Kontakt haben, durchwegs freundlich. In diesem Lokal zeichnen sich sowohl die Kellnerin als auch die Wirtin, beide geschätzt erst Anfang 20, durch Unfreundlichkeit und Desinteresse aus.

Die Orangenplantagen, die kurz vor Posadas begonnen haben, begleiten uns bis Palma del Río. Dazwischen gibt es Getreide und dort, wo es etwas hügeliger und der Boden steinig ist, auch Olivenplantagen. Landwirtschaft wird hier intensiv betrieben, Orangen dominieren aber eindeutig. Schon in Córdoba hat mir ein Herr, mit dem ich über die Verwendung der Bitterorangen ins Plaudern gekommen war, erklärt, dass die besten Orangen aus Palma del Río kommen. Lt. Wikipedia erstrecken sich die Plantagen in Palma über 12.000 Hektar und die Früchte werden weltweit exportiert.

Diesmal schlafen wir in einem ehemaligen Franziskanerkloster, dem Hotel „Monasterio San Francisco” – nicht luxuriös, aber sehr schön und stilvoll.

Nachdem wir etwas geruht und uns stadtfein gemacht haben, bummeln wir ins Zentrum: Plaza Mayor de Andalucía, Kirche im Sevillaner Barock mit bunten Kacheln am Turm, Reste der Stadtmauer aus der Zeit der Almohaden – und viele Kinder, die zwischen den Aufbauten für die Prozessionen herumsausen.

Zum Abendessen gönnen wir uns das Degustationsmenü im hoteleigenen Restaurant.