Nach einem guten Frühstück im Hotel geht es zuerst weiter Richtung Süden. Manchmal in verbautem Gebiet, manchmal nahe am Strand bzw. den Strandbädern. Etwa 15 Km mehr oder weniger dem Meer entlang, durch Riccione und bis Cattolica. Dort biegen wir nach Südwesten ins Landesinnere ab und es beginnt leicht zu steigen. In San Giovanni di Marignano machen wir eine Pause. Bei der Weiterfahrt sticht mir ein großer Granatapfelstrauch ins Auge, bald darauf passieren wir eine ganze Plantage.
Die kleine Asphaltstraße geht in Schotter über und wir haben eine ordentliche Steigung zu bewältigen, bevor es wieder hinunter auf größere Straßen geht. Da Sonntag ist, gibt es keinen LKW Verkehr und um die Mittagszeit – wir halten nur für einen kurzen Imbiss an einer Bar – wird auch der private Verkehr weniger. Es steigt kontinuierlich, die letzten acht Kilometer sind zum Teil recht anstrengend, denn es ist mittlerweile auch sehr warm.
Gebucht haben wir im „Hotel Italia“ am Rande des historischen Zentrums von Urbino, ganz in der Nähe vom Palazzo Ducale und der Kathedrale. Es ist preislich und von der Lage her günstig und vom Zimmer haben wir einen netten Blick über die Dächer ins Land. Das Ankommensbier trinken wir direkt gegenüber in der „Osteria Gula“, wo wir auch gleich fürs Abendessen reservieren, da unser Favorit, die „Trattoria del Leone“ sonntags Ruhetag hat. Davor bleibt aber noch genug Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Altstadt und einen Aperitivo.