Der Tag beginnt mit einer Abfahrt in das Rhônetal auf eine Höhe von etwa 220 Hm, wo wir eine Weile auf dem Rhône-Radweg gemütlich entlang des Flusses unterwegs sind. Später wird es hügeliger, mit Anstiegen bis etwa 400 Hm und wechselnden Landstraßen durch kleine Dörfer.
Die Gegend wirkt wohlhabender, sauberer und aufgeräumter als gestern. Man passiert hübsche Schlösser in Parks hinter Mauern.
Etwa 10 km nach Champagneux kommt man an Izieu vorbei, wo sich ein Waisenhaus für jüdische Kinder befand. Im April 1944 wurden die anwesenden Bewohner – 44 Kinder und 7 Betreuer – auf Befehl des Lyoner Gestapo-Chefs Klaus Barbie verhaftet und nach Auschwitz verbracht. Heute ist dort eine Gedenkstätte untergebracht.
Die Mittagsrast findet in einem typischen Gasthaus statt. Das Menü (Salami, Fisch mit Kartoffeln und Karotten, Käse, Dessert, Wein und Café) kostet 13,50 Euro. Während des Essens bemerken wir gebratene Froschschenkel am Nebentisch – schon wieder.
Nach etwa 50 km erreicht man die Ebene mit großen, von LKWs befahrenen Straßen und Gegenwind. Die Einfahrt nach Lyon erfolgt durch Gewerbegebiet und auf Radwegen entlang der Straßenbahn. Lyon hat ein gutes Radwegenetz mit fast 350 Leihrad-Stationen.
Zum Abschluss gibt es das Ankommensbier: zwei Bier kosten 16 Euro – aber man hat das Ziel wohlbehalten erreicht.