Entlang des Weges geht es wieder mit Reisfeldern weiter, die später nach und nach von Mais abgelöst werden. Nach etwa 50 Km kommen wir auf die Höhe von Turin, es folgt ein Abschnitt, der nicht besonders schön zu fahren ist: Stadtrand, mit einer Mischung aus Wohnblocks, Supermärkten, Autohändlern, einzelnen Gewerbebetrieben; große Straßen mit teilweise verwinkelten Radwegen.

Wo es fast schon wieder ländlich wird, passieren wir zwei plaudernde junge Prostituierte. Es ist sehr heiß, für das Mittagessen müssen wir trotzdem von der Strecke weg in einen etwas abseits liegenden Ort fahren, da wir an der Route nichts finden. Zum Glück entdecken wir bald eine nette Trattoria mit schattiger Terrasse.

Bald danach wird es auch landschaftlich interessanter, der Weg führt uns entlang eines Hügelrückens in das Susatal. Wir passieren kleine Orte auf engen, mit Stöckelpflaster versehenen Straßen. Es gibt wenig Verkehr, da auf Grund der Festa della Repubblica die Betriebe, Schulen und auch die meisten Geschäfte zu sind; vor allem gibt es keine LKWs. Es ist jetzt eine schöne Fahrt, immer wieder auch auf Radwegen und Schotterpisten.

In Susa fahren wir zuerst an unserem Hotel vorbei, um gleich noch eine Runde in der Stadt zu drehen und dort unser obligates Tagesetappenzielerreichungsbier zu trinken. Unser Hotel, Susa Stazione, ist eher einfach, aber absolut ok. Das dazugehörige Restaurant wirbt mit piemontesischer Küche: eine Platte mit exzellenten gemischten warmen und kalten Vorspeisen, ein Rotweinrisotto, gut, wenn auch von ungewohnter Konsistenz, und eine Platte mit sechs verschiedenen piemontesischen Käsen. Insgesamt durchaus empfehlenswert.