Bei der Abfahrt ist es trocken und etwas wärmer als an den vorangegangenen Tagen. Bald werden wir auf die Bundesstraße geleitet, da der Radweg offenbar neu asphaltiert wird.
In Venzone machen wir halt und besichtigen das Museum, das sich den Erdbeben von Mai und September 1976 widmet, welche im Friaul fast 1000 Todesopfer gefordert und 100.000 Menschen obdachlos gemacht haben.
Bald nach Venzone passieren wir einige frisch angepflanzte Olivenplantagen, etwas, das ich bisher im Kanaltal nicht kannte. Dann beginnt es zu tröpfeln, schließlich gibt es einen richtigen Regenschauer. Glücklicherweise finden wir eine Trattoria am Weg, wo wir Nudeln und ausgezeichnete Gnocchi bekommen. In der Zwischenzeit hat es auch aufgehört zu regnen.
Irgendwann nach Gemona verlassen wir den „klassischen” Alpe-Adria-Radweg und fahren „wie früher”: über Feldwege, zwischen Äckern und durch Wäldchen, dann entlang eines kleinen Flusses – alles mit vielen Pfützen und Schlamm, aber sehr schön.
In Udine scheint erstmals in dieser Woche richtig die Sonne. Für das Ankommen-Bier auf der Piazza Matteotti wählen wir sogar einen Platz im Schatten. Nach dem Einchecken im Hotel Astoria machen wir uns stadtfein und schlendern durch die nette und lebhafte Innenstadt.
Das Abendessen in der Trattoria ai Frati ist eine Einladung zum Geburtstag: Bistecca Fiorentina und ein ausgezeichneter Refosco.