Dieser Tag war als Erholungsetappe geplant mit nur gut 70 km und „immer bergab”. Bald nach Žminj ging es ins Gemüse und irgendwann standen wir vor einem Stacheldrahtverhau, der eine Pferdeweide abgrenzte. Es brauchte einige weitere Versuche und Umwege, bis wir einen Weg fanden, wo wir die Tore öffnen und den Weg durchs Gebüsch fortsetzen konnten. Lussi wäre fast über eine Schlange gefahren, die sich gesonnt hat.
Knapp vor Vodnjan, einer größeren Ansiedlung, muss Lussi von der Straße aufs unbefestigte Bankett ausweichen, sonst hätte ihn ein LKW verräumt, der nicht wegen eines Radfahrers bremsen wollte. Pause am Hauptplatz. Ein Deutscher am Nebentisch ist an Informationen über Radwege interessiert – er schreibt einen Reiseführer über Kroatien. Eine Gruppe von Harleyfahrern in arttypischem Outfit reitet ein.
Über Pomer (Mittagessen) fahren wir zur Bucht von Medulin und dort über eine Fußgängerbrücke – spannendes Gefühl, mit dem Rad so nah am Wasser! – nach Premantura und weiter auf die Halbinsel Kamenjak. Da geht es rund 10 km auf Staub- und Schotterstraßen dahin. Leider sind auch viele Autos unterwegs, was eine höllische Staubentwicklung zur Folge hat. Wir kämpfen uns schließlich auf Mountainbike- und Wanderwegen entlang von schönen Buchten mit klarem Wasser bis zum Kap vor. Erst mit dem Blick auf den Leuchtturm ist die Mission vollendet!
Zurück auf der Staubstraße in einem Pulk von Autos und Radfahrern und dann, mit einer dicken Staubschicht bedeckt, weiter nach Pula ins Hotel.