Um 6:45 ausgeschlafen aufgewacht. Der Himmel ist grau verhangen, auch noch bei der Abfahrt gegen 9 Uhr, dazu Nebelreisen. Es ist ziemlich kalt, wir fahren die ganze Strecke mit einem langärmligen Softshell und es ist trotzdem an der Grenze zum Unangenehmen.
In Vissy Brod, dem ersten Ort nach der Grenze, richtet sich alle Werbung an Kauftouristen: Zahnklinik, Supermarkt, Tierarzt, …. alles deutsch beschriftet. Dazu asiatische Billigläden.
Entlang der Moldau gibt es viel Radweg, zwischendurch ruppig wie ein Wanderweg. Streckenweise idyllisch nahe am Wasser, mit rund abgeschliffenen, bemoosten Steinen im Flußbett, das z.T. aufgestaut ist.
Teepause am großen Stausee, wo es jetzt, „off season”, noch ruhig ist. Mittagessen in Horna Plana (Oberplan), dem Geburtsort Adalbert Stifters. Von dort Richtung Osten nach Cesky Krumlov (Krumau). Hotel „Zum kleinen Veit” ganz im Zentrum, in Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Abendessen im Hotelrestaurant (minus 10% für Hotelgäste): 2 Vorspeisen, 2 Hauptspeisen, 4 Bier, 2 Becherovkas um 500 Kronen, also rund 20 Euro – und es war durchaus gut!
Abendspaziergang auf die große Burg mit schönem Blick auf die Stadt, die sich an einige Windungen der Moldau schmiegt.