Anreise am Vortag nach Schwertberg, Übernachtung bei Alois. Am Samstag von dort entlang der Aist Richtung Norden, das Wasser ist teilweise richtig braun wegen des Eisengehalts. Schöne Fahrt, Wald mit Hinkelsteinen, munter plätscherndes Wasser, an einer steilen Felswand versuchen sich ein paar Kletterer, kaum Verkehr, beinahe idyllisch.
Nach einem Anstieg, der mir nicht leicht fällt, bemerken wir, dass wir offenbar eine Abzweigung verfehlt haben und rund 200 Hm zurück runter müssen. Da kommt Freude auf…! Na ja, immerhin bekommen sie so eine imposante Burgruine zu sehen.
Endlich haben wir den richtigen Forstweg, inkl. Abstieg durch steiles Waldgelände zu einer sumpfigen Wiese. Weiter, immer wieder mit schönen Ausblicken, nach Weitersfelden, wo wir im Innenhof eines Gasthauses Mittagsrast machen.
Am Nebentisch sitzen Pensionisten, die sich einige Achterl Wein schmecken lassen. Sie reden über dies und das, der dem Aussehen nach Älteste und der Sprache nach wahrscheinlich Wiener, räsonierte: „Wenn einer eine Religion hat – und ich hab a Religion, weil ich war ministrieren – dann…”. Der Pfarrer sei in die Schule gekommen und hätte vier Ministranten ausgewählt, von denen letztlich zwei tatsächlich ministriert hätten und dafür vor Weihnachten 10 Groschen bekamen. Die anderen zwei bekamen von der Pfarrerköchin Kuchen und Kaffee. Und deshalb hat er sich vom Pfarrer gerne auswählen lassen und jetzt hat er außerdem eine Religion!
Das nächste Ziel ist Freistadt, wo es am Hauptplatz eine Veranstaltung mit diversen Ständen gibt und wir eine Stadtrunde drehen.
Danach zieht es sich noch mit zahlreichen Steigungen bis Bad Leonfelden, wo wir nach fast 7 Stunden Fahrzeit ankommen – beide ziemlich fertig.