Heute ist es gemütlich. Zuerst Maisfelder und vereinzelt Wein, später fahren wir mitten durch die Weingärten an den östlichen Ausläufern der Vogesen. Es gibt keine Zersiedelung wie bei uns, auch die Weinbauern sind in den Orten konzentriert.

Die Weingärten reichen bis ganz an den Rand der Dörfer, des Kindergartens, der Häuser. Es ist nicht ganz so kalt und windig wie gestern, aber es gibt weniger Sonne. Viele Fachwerkhäuser entlang der Strecke in den Dörfern.

Etwa 90 Prozent des im Elsass angebauten Weines ist weiß, die Hauptsorten sind Riesling, Pinot gris, Silvaner und Gewürztraminer. Die Trauben sind süß, ich habe sie gekostet!

Die Weinlese ist bereits im Gang und wir sehen einige Weinlesemaschinen, ziemliche Ungetüme, welche die Reihen der Reben zwischen ihre Stelzenbeine nehmen. Nicht wirklich romantisch. Wir kommen aber auch an einem Weingarten vorbei, an dessen Rand gerade etwa 20 Personen auf Bierbänken zu Mittag essen.

Colmar ist sehenswert, wenn auch natürlich touristisch. Da die Zeit begrenzt ist, entscheiden wir uns gegen den Isenheimer Altar bzw. das Musée Unterlinden und bummeln stattdessen durch die Stadt.

Abendessen im Caveau St-Pierre: Schweinebäckchen und Elsässer Lewerknepfle. Die Kellnerin versucht uns weiszumachen, dass Pinot gris immer süß sei.