Elsass Tag 1

Distanz

73 Kilometer

Höhenmeter

401 Meter

Sonntag, 02.10.2016.: Anreise

Mit dem Zug tagsüber nach Basel, da wir für den Nachtzug keine Plätze mehr im Schlafwagen bekommen haben. Hotel Euler beim Bahnhof, spätes Abendessen in der Stadt bei einem Italiener, allerdings mit Schweizer Preisen: Eine gemischte Pizza und Spaghetti Carbonara jeweils CFH 23,- ein großes Bier 7,-, ein kleines 5,60. Kleine Biere zu trinken wäre also reine Geldverschwendung!

 

Montag, 03.10.2016.: Basel – Thann

Aus Basel raus fahren wir wegen Baustellen-bedingter Behinderungen wenig am Rhein. Novartis sitzt ganz prominent am Rheinufer, man hat das Gefühl, dass sie ein ganzes Stadtviertel umzäunt haben. Beim „Kleinen Zollhüsli“ über die Grenze nach Saint-Louis in Frankreich.

Zuerst Einfamilienhausgegend, dann schöner Radweg entlang eines nur auf einer Seite bewachsenen Kanals mit vielen Enten und einem einsamen Schwan. Später vor allem Maisfelder.

Das Zentrum von Mulhouse (Mülhausen) scheint, soweit man das nach einer kleinen Runde sagen kann, ganz nett zu sein. Mittagessen – Flammkuchen – auf der Place de la Réunion/Rathausplatz.

Die Cité de l’Automobile, eine Oldtimersammlung von etwa 400 Fahrzeugen, hauptsächlich Sport- und Luxuswägen, ist in ehemaligen Fabrikhallen untergebracht. Das ist nicht unpassend, waren die Sammler doch Textilindustrielle, die Mitte der 70er Jahre Pleite machten und in die Schweiz flüchteten. Es finden sich Alfa Romeo und Hispano Suizo, Mercedes und Maserati, Ferrari und Gordini, aber natürlich auch Peugeot, Renault und Citroen, sogar ein Steyr ist dabei. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Marke Bugatti, von der es allein mehr als 120 zu sehen  gibt. Und da liegt auch das Problem: Es ist eine Sammlung, kein Museum, auch wenn man versucht, zusätzliche Informationen zu geben. Es ist einfach zu viel, die Exponate wirken zwar durch die schiere Menge, aber das überfordert und ermüdet auch rasch. Außergewöhnliche Stücke können auf Grund des Gedränges oftmals nicht entsprechend präsentiert werden. Wunderschön sind sie trotzdem.

Weiterfahrt nach Thann, unserem heutigen Etappenziel. Langsam wird es ein klein wenig hügelig, wir passieren kleine Orte, in denen aber kaum jemand zu sehen ist.  Schönes Wetter den ganzen Tag lang.

Thann liegt am südlichen Ende der Elsässer Weinstraße, ich sehe einige steile Rieden, die dann in den Wald der Vogesen übergehen. Der alte Teil des Ortes ist ganz nett und wird über Kopf von einer gotischen Kirche und darunter vom Kopfsteinpflaster geprägt. Quartier und Abendessen im Hotel Moschenross am Rande der Altstadt, die Auswahl ist ohnehin nicht groß. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang in den Ort, aber die Gehsteige sind schon hochgeklappt und wir finden gerade noch eine Bar für einen Gute-Nacht-Trunk.