Die längste Tour bis dahin. Zwölf Tage, über tausend Kilometer, neun Kommazahl Höhenmeter. Der Plan war einfach: von Graz durch den Korridor der Alpen, hinunter ins friaulische Flachland, dann quer durch die Po-Ebene und schließlich über den Apennin ans Meer.
Was nicht im Plan stand: der Gegenwind am Po, der über fünfzig Kilometer auf zwölf km/h Schnitt drückte. Die Erdbebenspuren in Finale Emilia, wo Menschen noch in Notunterkünften lebten. Ferrara als Radfahrerstadt, wo man zwischen 18 und 19 Uhr an drei Kreuzungen zusammen über hundert Fahrräder zählen konnte. Und San Pellegrino in Alpe auf 1525 Meter, der letzte Pass vor dem Meer.